MZ - Sangerhäuser Zeitung - 06.08.2010

OBERRÖBLINGEN/MZ/Steffi Rohland - Oberröblinger Feuerwehrleute proben das Zerlegen von Autos nach Unfällen. Arbeit mit neuen Schneidgeräten geübt

Ihre Ausbildungsstunden zur technischen Hilfeleistung haben 24 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oberröblingen am Mittwochabend in die Firma MAN verlagert. Grund dafür war, sie übten das Zerschneiden von Autos mit neuer Schneidtechnik.
Wehrleiter Heiko Brandl sagte: "Wir bekommen Ende des Jahres vom Landkreis Mansfeld-Südharz ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) zur Verfügung gestellt, das aus dem Konjunkturpaket II finanziert wird. Das Fahrzeug wird mit Rettungssätzen der Firma Holmatro bestückt sein." Aus diesem Grund erfolgt nun die Einweisung und Weiterbildung der Kameradinnen und Kameraden mit diesen Schneid- und Spreizgeräten. Neben Firmenvertretern, die eine ganze Palette dieser Rettungsgeräte präsentierten, übernahm Michael Wichmann von der Freiwilligen Feuerwehr Quellendorf (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) die Ausbildung. Er ist Kreisausbilder für Technische Hilfeleistung und kann aus eigener Erfahrung den Umgang mit diesen Geräten praktisch zeigen.
Den Einsatz der Spreizer und Schneider übten die Kameradinnen und Kameraden an zwei Pkw, die von der Firma Langbein zur Verfügung gestellt wurden. Die Firma MAN konnte zusätzlich ein Lkw-Fahrerhaus bereitstellen. Werkstattmeister Marcel Pohl sagte: "Bevor wir die Fahrerkabine zerschneiden, können die Kameraden daran üben." Nach der theoretischen Einweisung bekam jeder Anwesende die Möglichkeit, das Kuppeln und Spreizen sowie Schneiden zu üben. Feuerwehrmann Patrick Wicht sagte: "Wenn die Geräte erst da sind, heißt es üben, üben, üben." Mit kleiner Hilfestellung durch den Ausbilder lösten die Brüder Christian und Thomas Strauch als Erste die Fahrertür eines der Übungsautos. Der sichere Umgang mit dem technischen Rettungsgerät erleichtert den Feuerwehrleuten nicht nur die Arbeit an den Unfallautos. Er ermöglicht auch das schnellere Befreien der eingeklemmten Personen. In der jüngsten Vergangenheit waren es rund zehn Technische Hilfeleistungen pro Jahr, zu denen die Oberröblinger Feuerwehrleute ausrücken mussten. Durch den zunehmenden Verkehr und der Einsatzbereich auf den Autobahnen A 38 und zukünftig auch der A 71 wird die Tendenz steigend sein. "Wir üben auch lieber dreimal, als dass wir zu einem Ernstfall müssen", sagt Feuerwehrmann Thomas Klaube. Aber gut zu wissen, dass die Einsatzkräfte die Technik beherrschen, wenn es drauf ankommt.