MZ - Sangerhäuser Zeitung - 11.08.2009

AKTION Mit Sport ein Achtungszeichen für mehr Vielfalt gesetzt. Startschuss auch im Internet.
Alle Generationen auf Skatertour

SANGERHAUSEN/MZ/SRO - Die erste Inlineskatertour im Helmepark Sangerhausen, eine Aktion des Programms "Vielfalt tut gut" Jugend für Vielfalt, Demokratie und Toleranz, war ein generationsübergreifender Erfolg. Begeisterte Inlineskater von acht bis 67 Jahren gingen am Sonntagnachmittag zu einem Halbstunden- bzw. Stundenlauf an den Start am Hagebaumarkt. Den 48 gemeldeten Vereins-und Freizeitsportlern hatten sich noch zahlreiche begeisterte Skater angeschlossen, die an diesem Tag einfach so mitfahren wollten.

"Es ist anstrengend, weil man immer noch jemanden vor sich hat, den man überholen möchte."

Erika Kuhnt (63)

Skaterin

Mit einer beeindruckenden Leistung von 18 350 Metern im Stundenlauf, warb Erika Kuhnt (63) aus Sangerhausen für das Inlineskaten. Außerdem ließ sie eine Unterschriftenliste herumgehen für die Kennzeichnung ihrer "Lieblingsstrecke" von Martinsrieth nach Brücken als Inlineskatertour. "Wir wollen ja nichts einschränken, sondern nur darauf hinweisen, dass auf dieser Strecke neben Fahrradfahrern auch Inlineskater unterwegs sind", sagte sie. Zu ihrem Lauf sagte sie schmunzelnd: "Es ist so furchtbar anstrengend, weil man immer noch jemanden vor sich hat, den man dann überholen möchte."

Im Teilnehmerfeld waren auch Marianne und Eckhard Wolfram aus Sangerhausen. "Es ist schön, dass sich ein Organisator für eine solche Veranstaltung gefunden hat", sagte Frau Wolfram. Das Ehepaar ist erst im Mai dieses Jahres über das Schlittschuhlaufen zum Inlinerfahren gekommen. Ältester Teilnehmer auf der Strecke war Sigurd Wozilka aus Sangerhausen. Der 67-Jährige schaffte im Stundenlauf 15 600 Meter. Als eine der Jüngsten beteiligte sich die achtjährige Laura-Marie Hesse aus Hamma am Wettbewerb. Nach einer halben Stunde hatte sie 2 850 Meter geschafft. "Es wäre bestimmt mehr geworden, wenn ich nicht so gebremst hätte", sagt Vater Rainer Hesse, der erstmals auf Inlinern stand. "Aber es hat sehr viel Spaß gemacht." Das sagte auch Claudia Meyer aus Sangerhausen, die beim Halbstundenlauf sieben mal die 1 200 Meter lange Strecke fuhr und ihren Geburtstagstisch mit einer Urkunde für den ersten Platz in ihrer Altersklasse schmücken konnte. Bei den Kindern gewann Sophie Rohland den Pokal über dieselbe Distanz. Jens-Uwe Krebs, der in einer halben Stunde 14 000 Meter rollte, lobte die Veranstalter. Der Sportler vom TSC Erfurt sagte: "Wenn der Termin im nächsten Jahr rechtzeitig bekannt wird, bringe ich weitere Sportler mit." Schon am Vormittag hatte der Wippraer Verein die Gelegenheit genutzt und offene Vereinsmeisterschaften durchgeführt. "Da wir in Wippra keine richtige Skaterbahn haben, nutzen wir das Gewerbegebiet öfter für Wettkämpfe", sagte Vereinschef Andreas Herold. "Mit dem Verlauf des ersten Stundenlaufes sind wir sehr zufrieden. Vielleicht kommen im nächsten Jahr noch mehr Teilnehmer und Publikum."

Die Idee dazu hatte Thomas Klaube aus Oberröblingen. Die praktische Unterstützung fand er im Inlineteam des Vereins für Ski-und Freizeitsport Wippra.

Vor dem Start erhielt Thomas Klaube vom Vertreter des Oberbürgermeisters, Udo Michael, ein T-Shirt mit der Aufschrift "Sport bewegt Sangerhausen", einer Aktion, die ab dieser Woche für Sangerhausen auch im Internet gestartet wird.

Abgerundet wurde das sportliche Programm durch verschiedene Informationsstände und ein Konzert der Gruppe "Traumpiloten".

Mehr im Internet:

www.sportbewegt.sangerhausen.de