MZ - Sangerhäuser Zeitung - 11.05.2009 (von Steffi Roland)

Menschen der Region bei guter Musik im Dialog für die Zukunft.
Zwanglose Party nach der Arbeit

SANGERHAUSEN/MZ. - Das hätte Einar Schleef gefallen: Umrahmt von seinem Stadtplan fand am Freitag im Saal des Unison-Hauses in Sangerhausen die erste "After-Work-Party" der Region statt. Die Idee zur Party nach der Arbeit hatte Thomas Klaube, Schornsteinfegermeister aus Oberröblingen.

Nachdem schon ein Drittel des Jahres um sei, wolle er den Gästen aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik die Gelegenheit zum zwanglosen Gedankenaustausch geben. Den musikalischen i-Punkt des Abends setzte die einheimische Band "Mister Sushi". Allerdings unterhielt auch die Nachwuchsband "4Example" aus Allstedt das Publikum. "Mein Kopf sprudelt ständig vor neuen Ideen", so Klaube. Dabei hat er ein ganz pragmatisches Ziel vor den Augen: "Ich liebe meine Stadt. Und ich will auch in 30 Jahren hier noch Schornsteine fegen." Dafür hat er schon die Bildungsmesse für Schulabgänger aus der Taufe gehoben. Nun soll aus seiner Sicht auch die Kultur in Sangerhausen nicht zu kurz kommen. Die Getränkelieferanten waren an diesem Abend gleich mit zwei Majestäten präsent, der Brunnenkönigin aus Bad Lauchstädt, Steffi Gallinski, und die erst neu ins Amt gewählten Geiseltaler Weinprinzessin, Sandra Jakob. Auch Grenzen und weite Entfernungen hatten den Organisator nicht abgeschreckt: Die Cocktails mixte an diesem Abend Steven Nikisch, der seinem langjährigen Kumpel die Teilnahme aus dem Krisengebiet Afghanistan zusagte, wo er gerade im Einsatz war. Wie bei dem Unternehmer Steffen Rüdiger, war es die Neugier, welche die vielen Gäste anlockte und offensichtlich leicht miteinander ins Gespräch kommen ließ. Schornsteinfegermeister Martin Fehn zollte seinem ehemaligen Lehrling großes Lob: "Das ist die erste Veranstaltung dieser Art hier in der Region und wie man sieht, es scheint zu funktionieren."